Nach so viel Kultur und alten Tempeln war uns heute der Sinn nach etwas Moderne. Und so stand der Vormittag ganz im Zeichen von Olympia. Das Nationalstadium, auch bekannt als Bird's Nest, hat uns wahnsinnig beeindruckt.
Eine tolle Architektur, die auch von vielen Chinesen bewundert wurde. Im Innern war gar ein Schneepark aufgebaut, auf dem die Kleinen in Schwimmreifen die Rutschbahnen herunter sausten. Aber auch die gesamte Anlage - grossräumig und von einer unendlichen Weite wie Beijing selbst - hat uns sehr beeindruckt.
Aber wir merkten bald, wir waren nicht mehr so windgeschützt wie gestern in der Verbotenen Stadt. Es blies ein frostiger Nordwind und bald waren wir recht durchgefroren. Das Teehaus gegenüber dem Konfuzius-Tempel kam uns da gerade recht.
Xiao Lin (wörtlich Kleiner Wald) erklärte uns liebevoll die verschiedenen Tees und ihre Zubereitungsarten. Es war eine richtige Zeremonie! So erfuhren wir, wie man Kongfu-Tee, Phoenix-Tee und Schwarzen Tee richtig aufgiesst und geniesst.
Für jeden Tee gibt es eine spezielle Tasse. Für den grünen Kongfu-Tee mit Deckel, für den Schwarztee eine steile Tasse und für den Phoenix-Tee gleich zwei. In die hohe Tasse wird der Tee eingeschenkt und dann in die kleine Schale umgegossen. Aus der hohen wird nur das Aroma erschnuppert.
Das Bild des Tages: Mama im Teehaus. Auch der Taxifahrer Herr Yang erkannte sie sofort wieder!
Wir hatten an dem Tag wirklich Glück. Vergass ich doch vor lauter Diskutieren mit dem netten Taxi-Fahrer meine Kamera unter dem Sitz. Glücklicherweise schwatze er uns aber die Rechnung auf und so konnten wir ihn später ausfindig machen. Er brachte die Kamera tatsächlich zurück und erzählte sichtlich stolz, Mama auf dem Fotos wieder erkannt zu haben. Die schien es ihm wirklich angetan zu haben. Und ganz gerührt war Herr Yang, als ich die Pekinger Bürger lobte und wie glücklich ich sei, dass er meine Kamera zurückgebracht hatte.
Zur Feier waren wir in einem hervorragenden Yunnan-Restaurant essen. Bananenblüten-Salat, gebratene Sprossen, gebratenen China-Kohl, Huhn mit Ananas... alles war irrsinnig gut - und mit unglaublich vielen Chili-Schoten versehen.
Abenteuer im Reich der Mitte
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17.2.10
Labels: Beijing, China, Leben, Sightseeing
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3 Kommentare:
Ihr Mädls lassts es ja ganz schön krachen ;) Darf man eigentlich als Ateeist bei dieser Zeremonie auch mitmachen?
Greets aus der Perle Oberbayerns,
\m/ Christoph
Schön dass es euch so gut geht und gefällt!!
Dass ihr die Kamera über Umwege zurückbekommen habt ist auch eine coole Story!!
Schönes Wochenende,
Grüße simone
WOOOOOW, das Vogelnest sieht ja cool aus! Geniesst's!
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