"Danke für Ihren Beitrag zu Chinas Blüte und Wohlstand!"
Angesichts des flotten Danke-Spruchs auf dem chinesischen Steuerbescheid lagen die Italiener vor lauter Lachen fast am Boden. Die Vorstellung, dass sich Berlusconi mit einem "Mille Grazie - Dein Sylvio" persönlich bedankt, war zu komisch. Und dann würden sie wohl nicht nur mit einem Souvenir-Dom nach ihm werfen.
Abenteuer im Reich der Mitte
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- Claudia
- über ihre Erlebnisse im täglichen Leben, im Beruf, im Strassen-verkehr, beim Essen, ...
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Nach drei Wochen ist Urban jetzt leider wieder abgereist. Aber es dauert ja nicht mehr lange und dann sehen wir uns schon wieder. In sechs Wochen komme ich ja auch schon zurück.
Damit der Herr Mäder auch endlich mal bei seiner Doktorarbeit vorwärts kommt, hat er sich drei Wochen in die chinesische Klausur begeben und wurde nur von Nella abgehalten. Ich war nämlich tagsüber selbst in der Arbeit. Die Kleine hat sich gefreut endlich einen Spielkamaraden über den ganzen Tag zu haben und nachdem sie vorzugsweise Ball spielt oder auf der Computertastatur pennt (da ist's halt so schön warm), hat sie Urban wohl das ein oder andere Mal zu Verzweiflung getrieben. Aber sonst wär's ihm ja vielleicht auch langweilig geworden.
Da hatten sich zwei sehr gern
Aber am Abend und am Wochenende waren wir selbstverständlich auch in der Stadt unterwegs. So waren wir an einem Abend in den zwei höchsten Gebäuden auf einen Drink. Die Bar im Shanghai WFC (492 m, rechts im Bild) war moderner und ihre Cocktails eindeutig besser. Die
Cloud 9-Bar im Jin Mao Tower (421 m, links) ist dafür gemütlicher, hat auch brauchbare Cocktails und vor allem keinen Mindestumsatz für Fensterplätze.
Natürlich waren wir auch noch im Yu Garten, dem Sightseeing-Klassiker in Shanghai. Versteckt in der neu erbauten Altstadt (eine Blasphemie an sich), ist er eines der wenigen Bauten in Shanghai die wirklich alt sind.
Und in die Urban Planning & Exhibition Hall am Peoples Square mussten wir natürlich auch. Hier gibt's Shanghai von oben zu bestaunen und Gebäude im Bau werden auch schon dargestellt. Das WFC und der Jin Mao Tower werden bald von einem noch höherem Gebäude überholt.
Labels: Leben, Nella, Shanghai, Sightseeing
Schneeverwehungen, Strassensperrungen, Unfälle und abgesagte Flüge. Die Nachrichten aus Europa zum Wetterchaos nehmen kein Ende und ich hoffe, es geht Euch allen gut.
Die Nachrichten aus China klingen bei Euch wohl ähnlich. Rosemarie schreibt "nach den Radio-Nachrichten schauen in China nur noch die Spitzen der Wolkenkratzer aus den Schneemassen." Wenn das so stimmen würde, dann könnte ich vermutlich direkt ins Freie spazieren. Nella wäre höchst erfreut über den erweiterten Auslauf und würde unermüdlich Schneeflocken hinterher jagen. Urban könnte dann Skifahren gehen und am Balkon würden wir zum Après-Ski Glühwein verkaufen und Hütten-Musi spielen. Das wär sicher der Renner in Shanghai.
Während sich Peking aber über die Schneemassen freut und schon Skifahrer am Olympiastadion gesichtet worden, ist es in Shanghai nur nass, kalt und neblig. Seit gestern regnet es, die Temperatur liegt irgendwo um die Null Grad und die Gipfel der Hochhäuser verschwinden in den Nebel-Wolken. Schade eigentlich...
Bereits zurück aus der Schweiz haben Urban und ich den Jahreswechsel in Shanghai genossen. Wir war erst gemeinsam essen und sind anschliessend zum People's Square gefahren. Dort waren trotz Eiseskälte viele Menschen unterwegs und liessen Lampions steigen, was wirklich hübsch aussah.
Urban und mir wurde es dann bald aber viel zu kalt und wir machten uns in eine Bar auf. Wir wurden mit Konfetti-Bomben und lustigen Hüten versorgt und haben mit Weissbier auf das Jahr 2010 angestossen.

Sehr glücklich schaut der Urban da nicht, schliesslich musste er eine halbe Stunde darauf warten, endlich die Konfetti-Bombe abfeuern zu dürfen.
2010 ging auch gut für uns los, haben wir uns doch mit halb Shanghai am Hauptbahnhof getroffen. Es war unglaublich viel los. Wir wollten drei Tage in der alten Kaiserstadt Nanjing verbringen und Tausende andere Chinesen wohl nach Hause übers lange Wochenende. In Nanjing wurde es Gott sei Dank auch ein wenig wärmer und so konnten wir einige Paläste besichtigen, einen Rundgang auf der Stadtmauer machen und Abends ein wenig durch's Ausgehviertel "1912" streifen, wo uns die Blue Marlin Bar besonders gefiel.
Anfangen haben wir mit dem Besuch des Tempels der Ming-Kaiser im Norden der Stadt.
Urban hat es den chinesischen Männer nachgemacht, die oft die Handtaschen für ihre Frauen tragen. Im Gegensatz zu den Chinesen war Urban stolzer Träger einer echten Louis Vuitton.
Die nächsten Tage haben wir noch den Konfuzius-Tempel besichtigt, sind durch die Altstadt gebummelt und haben uns bei Starbucks wieder aufgewärmt. Sonntags standen die Purpurberge auf dem Programm, wobei wir den Ursprung des Namens nicht gefunden haben, dafür aber das Mausoleum von Sun Yat-sen (Gründer der ersten Republik Chinas) und das Grab von Hong Wu, dem ersten Ming-Kaiser.
Urban salutiert am Mausoleum von Sun Yat-sen
Ich geniesse die Aussicht von den Purpurbergen
Das Grab des ersten Ming-Kaisers Hong Wu
Die Steintiere haben den Weg zum Kaiser-Grab bewacht: Drachen, ....
... und auch eine Riesenschildkröte.
Nachdem wir erfolglos in den Purpurbergen nach einem Taxi Ausschau hielten, sprangen wir auf gut Glück in einen Bus (wer kann schon den Fahrplan lesen oder wirklich mit dem Fahrer reden) - aber wir kamen Gott sei Dank wieder nach Nanjing zurück und wurden sogar direkt zur Blue Marlin Bar chauffiert. Etwas, dass wir mit Absicht wohl nur schwer geschafft hätten. Wir nahmen es als Zeichen und sind vor der Rückfahrt noch auf ein Bier in die Bar gegangen.
Nun ist das neue Jahr schon eine Woche alt und die Zeit in China neigt sich dem Ende zu. Aber es wird noch einmal spannend: Ein Ausflug nach Beijing und Xi'an über das Chinesische Neujahr im Februar ist schon organisiert. Vielleicht schaffe ich es auch noch nach Hongkong. Und ein Besuch auf dem Kleidermarkt müsste auch nochmal drin sein.
Labels: China, Leben, Sightseeing
Jedenfalls haben mich heuer 8000 km Entfernung davon abgehalten, Vanillekipferl zu wuzeln und Spitzbuben auszustechen und Lukulus-Masse zu rühren. Aber dabei war ich trotzdem. Denn Mamas Geburtstagsgeschenk erwies sich einmal mehr als goldrichtig und wir haben vier Stunden lang geskypt. Auf der einen Seite die Plätzerl-Bäcker in Altötting - auf der anderen Seite Nella und ich, die zugeschaut und dabei einen Schal gestrickt haben. Herrlich, oder?
Elisabeth und Rosemarie wuzeln Vanillekipferl während Nella und ich zuschauen.
Chinesen lieben Weihnachten - so viel ist klar. Überall erklingen kitschige Weihnachtslieder (herrlich: We wish you a Merry Christmas auf chinesisch), die Dekoration ist überbordend und der Gelegenheit noch mehr blinkende Leuchtketten aufzuhängen kann nicht widerstanden werden. Die Bedeutung von Weihnachten oder das Warum dahinter, können vermutlich die wenigsten Chinesen beantworten, machen aber gerne beim Konsum-Marathon mit.
Da beruhigt es Herz und Auge, wenn man Abends auf einem Platz viele Menschen dabei beobachten kann wie sie gemeinsam T'ai Chi (Schattenboxen) üben. Gesehen vergangenes Wochenende in Chongqing, Zentralchina, auf einem Geschäftsausflug.
1. Dezember 2009
Nach 7 Monaten in China, ungezählten Arbeits- und Überstunden sowieso, diversen Abenteuern auf der Strasse, kulinarischen Erlebnissen, einer Lebensmittelvergiftung und vier Wochen Darmverstimmung, zwei Heimaturlauben und diversen verzweifelten Momenten, gab's gestern endlich den Lohn für unsere Arbeit. Ecco la macchina - natürlich etwas verfremdet! ;)
Gestern Nachmittag lief sie zum ersten Mal. Und Mamma mia, das Baby ist verdammt schnell und verdammt leise und es ist uns verdammt noch nichts um die Ohren geflogen. :)
Unglücklicherweise konnte ich nicht feiern gehen, da ich schon ein Abendessen mit einem Lieferanten abgemacht hatte. Da durfte ich auf Quallensalat herumkauen und Nettigkeiten austauschen. Aber mir war's wurscht, ich war glücklich!
