Man könnte den Eindruck bekommen, ich käme vor lauter Arbeit zu gar nichts. Aber am Wochenende bleibt dann noch ein wenig Zeit für andere Dinge und ein wenig Abstand von der Grossstadt.
Und so war ich vergangenes Wochenende mit Arbeitskollege Max und dessen Freundin Carla im Shanghaier Umland unterwegs.
Erstes Ziel war Sheshan, der mit 100 Metern (man fasst es kaum) höchste "Berg" weit und breit. Auf dessen Gipfel steht die Kathedrale der Heiligen Mutter, die auch gut und gerne in Europa stehen könnte. Sie ist der Sommersitz des Bischofs von Shanghai und dass sie die Kulturrevolution überlebt hat, kommt wohl einem Wunder gleich.
Himmlische Ruhe in der Kathedrale - der Aufpasser lässt sich durch nichts bei seinem Nickerchen stören.Auf dem Abstieg kamen wir an einer traditionelleren Pagode vorbei...

...und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, mal auf einem chinesischen Granitpferd zu sitzen.

Hinterher ging es weiter nach Zhu Jia Jiao, einem Städtchen aus der Ming- und Qing-Dynastie (14. Jahrhunert). Während in Shanghai ja gerne alles Alte abgerissen wird, findet man hier noch authentische kleine Häuser, verschlugende Kanäle und sogar Gondolieri.
Auf der Fansheng-Brücke (Brücke zur Freilassung) bieten alte Frauen Goldfische in kleinen Plastiksäcken feil. Gegen einen kleinen Betrag kann man einen solchen Sack erwerben und die Fische zurück ins Wasser werfen. Nach einem alten buddhistischen Brauch bringt das angeblich Glück.

Auch gibt es unzählige Teehäuser und kleine Restaurants in dem Städtchen. Die lokale Spezialität sind Zhongzi (in Blätter gewickelte Reisbälle) und Schweinshaxen. Aber ich bin dann lieber beim Tee geblieben.

1 Kommentare:
Hey ClauWau,
Bist schon am Tiefpunkt Kultur angekommen *chchch*? Liebe Grüße in den Östen ;)
Cheers,
Christoph
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