Das Wochenende verbrachten wir in Xi'An - der ehemaligen Hauptstadt und Stadt der Terrakotta-Krieger. Für uns war es Verwöhnprogramm pur, logierten wir doch in einem 5-Sterne-Hotel. Wir fühlten uns wie der Kaiser von China oder Gott in Frankreich. Es ging schon damit los, dass wir nach der Schlacht am Frühstücksbuffet kaum mehr in der Lage waren uns zu rühren und definitiv für den Rest des Tages keinen Hunger mehr leiden mussten.
Samstag morgen machten wir uns auf zum Grabmal des Kaisers Qin Shihuangdi (so 250 v. Chr.). Obwohl dem guten Qin ein gewisser Hang zum Wahnsinn nachgesagt wird und seine Methoden wohl zweifelhaft waren, wird er dafür verehrt erstmals das Reich geeinigt zu haben. Bereits zu Lebzeiten liess er sich zum Schutz seines Grabmals die Terrakotta-Krieger schaffen. Und obwohl er dafür nur noch zehn Jahre Zeit hatte, schufen die Handwerker in dieser Zeit über 7000 Krieger, Pferde, Schalen. Mindestens also zwei Krieger pro Tag. Es ist genauso beindruckend wie die Chinesische Mauer - kaum zu beschreiben, man muss es erlebt haben.Annemarie und Mama vor dem Chinesischen Kaiser Qin, dem man hier durchaus ein wenig den Wahnsinn ansieht
Nach so viel chinesischer Kultur wollten wir uns ein wenig entspannen und unser Hotel geniessen. Bot es doch einen herrlichen Swimmingpool und so schöne weiche Bademäntel.
Die Versuchung war gross einfach liegen zu bleiben. Aber wir entschlossen uns dazu durch die Stadt zu bummeln und der Ausblick auf eine kitschig schön beleuchtete Stadtmauer belohnte uns auch dafür.
Nach einem mehr als reichhaltigen Frühstück am nächsten Morgen, mussten wir die überschüssigen Kalorien wieder los werden. Wir entschieden uns für einen Spaziergang auf der Stadtmauer, der sich als ziemlich lang erwies.Die Stadtmauer war 13 Kilometer lang, mehr als 12 Meter breit sowie hoch! Oder um es mit Annemaries Worten auszudrücken "Ich glaub's ned, die spinnen doch alle!" Was auch ziemlich gut zur Verbotenen Stadt, dem Himmelstempel, der Chinesischen Mauer und einigen anderen Dinge in China passte.
Zwischendurch musste ich auf unserem Mauer-Spaziergang sogar ein Nickerchen einlegen - vielleicht forderte aber auch das Frühstück sein Tribut
Leider blieb uns am Ende zu wenig Zeit um noch gemütlich durchs muslimische Viertel bummeln zu können! Aber wir haben Xi'An sehr genossen und es ist auf alle Fälle einen Abstecher wert! Jetzt bleiben uns zwei Tage in Shanghai bevor es für Mama und Annemarie zurück Richtung Heimat geht - und die Zeit werden wir sicherlich auch noch geniessen.
Abenteuer im Reich der Mitte
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22.2.10
Labels: China, Sightseeing
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