5.9.09

Hangzhou

Es tut mir leid, dass ich den Blog seit geraumer Zeit etwas vernachlässigt habe. Seit ich wieder aus der Schweiz zurück bin, waren meine Wochen meist mit 70 Arbeitsstunden vollgepackt. Keine Entschuldigung und vor allem kein Dauerzustand.

Aber nichts destotrotz bleibt Zeit, um Shanghai und die Arbeit hinter mir zu lassen. Nun zumindest fast. :) Zuerst haben Roman, unser Schweizer Kollege Marcel und ich einen Motor-Lieferanten in Ningbo besichtet und haben uns hinterher nach Hangzhou aufgemacht.



Hangzhou liegt 200 km im Westen von Shanghai und ist ein berühmtes Ausflugsziel. Schon die alten Kaiser fuhren gerne an den Westsee.

Als wir Samstag Abends im Hotel ankamen, gab es allerdings eine Überraschung: Ich war die einzige, die ihren Reisepass dabei hatte. Und das Hotel war nicht willens, die beiden anderen mit Personalausweis einzuchecken. Um 7 Uhr abends wollte ich auch nicht mehr ewig nach einem Hotel zu suchen, dass uns für die eine Nacht vielleicht eingecheckt hätte. Zumal die Managerin behauptet hat, das würde kein Hotel machen. Also hab ich mit meinem Pass ein Zwei-Bett-Zimmer bestellt, Marcel hat bezahlt und Roman bekam ein Beistellbett.

Nach einem netten italienischen Abendessen und frühen ins Bettgehen, haben wir uns am Sonntag Hangzhou angesehen. Angefangen haben wir mit Lingyin Si, dem "Tempelkloster der wunderwirkenden Weltferne". Keine ganz exklusive Idee - auch circa einige andere Tausend Chinese hatten die Idee. Angefangen bei der Familie, die dafür gebetet hat, dass aus ihrem Sohn ein "Good Boy" wird bis hin zum ACDC-Fan. Der wusste allerdings wohl nicht, was da auf seinem T-Shirt stand.

Im Anschluss sind wir dann weiter nach Longjing gefahren. Ein kleines verschlafenes Dorf in den Bergen, wo es den berühmtesten Tee Chinas gibt: Der sogenannte Drachenbrunnen-Tee. Roman hat gleich auch mal für uns den Riechtest übernommen und wir haben ein Glas Tee genossen. Leider wurden wir dann immer wieder vom Regen überrascht. Nach einem Zwischenstopp im Seidenmuseum, wo wir uns ausführlich über Seide und alte Webstühle informiert haben, haben wir uns mit einem Riesenpot heisser Nudelsuppe wieder aufgewärmt haben und sind mit dem Zug wieder nach Shanghai zurück.



1 Kommentare:

Philipp hat gesagt…

irgendwie sieht das so aus als ob da was lebendiges in den Gläsern schwimmt ... sind aber wohl nur Teeblätter, oder?

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